Bleche finden sich im täglichen Leben überall. In der Regel sind sie an den Karosserien von Fahrzeugen, bei Haushaltsgeräten oder in der Unterhaltungselektronik vielfach zu finden. Bleche sind so begehrt, da sie für spezielle Bedürfnisse unerlässlich sind und sich vielfältig formen lassen. Bleche bestehen immer aus dem Werkstoff Metall, doch nicht jedes Material eignet sich perfekt zur Herstellung. Am gebräuchlichsten sind daher Stahl, Kupfer, Aluminium und Zink.

Blech bearbeiten: So wird es gemacht

Gerade für Heimwerker stellt sich zeitweise die Frage, wie ein Blech in die gewollte Form gebracht wird? Je nach Dicke des Materials eignen sich einfache Werkzeuge, wie beispielsweise Schraubstock und Hammer, die in jedem guten Handwerkerkoffer zu finden sind oder bei etwas Kraftaufwendung sogar die Hände.

Natürlich ist es nach Blechdicke möglich, mit Kraftaufwand zu arbeiten, bei dicken Blechen sollte jedoch auf eine geeignete Biegemaschine zurückgegriffen werden.

Selbst das Schneiden ist in den eigenen vier Wänden ist möglich. Infrage kommt das Schneiden per Hand via einer geeigneten Blechschere. Für längere Schnitte empfiehlt sich allerdings eine Hebelschere. Auch für sogenannte Kurvenschnitte sollten ambitionierte Hobbyhandwerker auf spezielles Werkzeug nicht verzichten. Mit einem Plasmaschneider oder einem Schneidbrenner lassen sich ebenfalls Bleche in die gewünschte Form bringen.

Im Normalfall muss, um Blech zu pressen ein Handwerker mit geeignetem Werkzeug aufgesucht werden. Es handelt sich hierbei um ein Verfahren, bei dem ein Werkstück aus Blech in drei Dimensionen verformt wird. Mit den entsprechenden Geräten können durch das Pressen sehr komplexe Geometrien realisiert werden. Diese Methode hat allerdings einen Nachteil, in der Regel erweisen sich Handwerker als deutlich kostenintensiver.

Eine überaus häufig durchgeführte Arbeit ist das Blech stanzen. Hierbei werden Löcher für Niet- oder Schraubverbindungen gestanzt. Auch am Rand von Blechen können Stanzungen erfolgen, beispielsweise wenn am Rand des Bleches mithilfe einer Stanze kleinere Segmente ausgeschnitten werden sollen.

Auf die Walzrichtung kommt es an

Wer Blech bearbeiten möchte, muss auf einen wichtigen Faktor achten. Es handelt sich hierbei um die sogenannte Walzrichtung, die die Arbeit leichter oder schwerer macht. Die einfachste der Möglichkeiten ist die visuelle Prüfung der Blechoberfläche. Es sind Walzspuren zu suchen, die anzeigen, in welche Richtung das Blech im Vorfeld gewalzt wurde.

Mit den bloßen Augen zu erkennen ist auf der Oberfläche eine feine, jedoch linienartige Struktur. Diese Richtung spielt eine große Rolle, wenn das Blech gebogen werden soll. Jeder, der diesen Schritt vernachlässigt, muss sich darüber im Klaren sein, dass er Gefahr läuft, dass das Blech deutlich schneller reißt oder sich zumindest verzieht. Der Nutzer muss daher auf jeden Fall quer zur Walzrichtung arbeiten.

Plattenwalzen zum Heimgebrauch

Für Hobbyhandwerker oder solche, die es werden wollen, lohnt sich die Anschaffung einer Plattenwalze, sofern sie oft mit dem Werkstoff arbeiten. Es handelt sich um eine sogenannte Tischwalze, die wenig Platz benötigt und sich daher bestens auch für Schulen und Ähnliches eignet.

Eine Tisch- Plattenwalze lässt sich zudem platzsparend verstauen und passt bei nicht Gebrauch in die kleinste Ecke. Zum anderen eignet sich zum Platten walzen ein Hand-Plattenroller. Er erweist sich als schnelle und bequeme Lösung, wenn es um Platten geht, die nicht überdimensional groß sind. So lassen sich beispielsweise Tonplatten zügig und einfach auf die entsprechende Dicke bringen, ohne einen teuren Handwerker zu involvieren.